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Kapitel 3.4

Sam starrte die Decke an, ihr war klar das sie schlafen sollte. Doch nachdem Benu kurz herein gekommen war um den Verband zu wechseln, konnte sie keine Rechte ruhe mehr finden. Im Grunde sollte sie glücklich sein. Wie gesagt, im Grunde. Sie war zuhause, in ihrem eigenen Bett, das ihr noch nie so angenehm vorgekommen war. Gewohnte und vertraute Geräusche und Gerüche hingen in der Luft, es schien alles so wunderbar zu sein. Es war als ob sie aus einem Alptraum erwacht wäre, doch es war eben nicht mehr als Schein. Er hatte Recht und der Schmerz in seinen Augen hatte ihr einen Stich ins Herz versetzt. Es war alles so verworren und so schwierig zu erklären, oder machte sie es sich nur selbst schwierig? Gefrustet drehte sie sich zur Seite was zur Folge hatte das ihre Wunde sich mit einem herzhaftem Stich zurück meldete.

„Klingt alles sehr nach einem schlechten Liebesroman“ Kommentierte Seerah die letzten Worte Benus. Benu konnte sich ein Grinsen verkneifen. „Klingt eher wie eine Geschichte die du nur zu gut kennen solltest. Schließlich waren eure Eltern auch nicht gerade begeistert von eurer Beziehung.“ Er tat so als ob er das überhört hätte und schnitt weiter die Kräuter. „So wie du das erzählst haben sie es geschafft, also sie kamen zusammen“ Benu seufzte wieder und legte das Messer ab. Sie nahm die Tasse mit dem Blut und erwärmte es auf ein Neues mit ihrem Zauberstab, sie musste langsam trinken sonst würde sie in einen Rausch verfallen und das obwohl sie nach all den langen Monaten des Zehrens, genau das brauchte. Frisches Blut um ihr eigenes Leben zu erhalten. „Ja, sie haben es geschaffte“ Mit der Tasse in der Hand setzte sie sich auf den Tresen. Der lange schwarze Rock hing schlaf an ihre herunter und das T-Shirt das ihr mal wie angegossen gepasst hatte, zeigte deutlich das der Körper in ihm ausgemergelt war. „Und da haben wir auch das Problem an der Sache. Wie du vielleicht weißt ist die Frau des Pharaos immer der Göttin Isis geweiht. Da Hypolites Mutter bei ihrer Geburt gestorben war ging diese Weihe auf der Stelle an sie über, da sie keine Geschwister hatte die das übernehmen konnten.“ Benu versuchte sich jedes Detail einer Isis Statue vorzustellen, die sie bei ihrer Reise nach Philae. „Es war eine Ehre und gleichzeitig eine riesige Last für sie. Die Pharaonen vor ihr hatten so genannte Kraftbänder geschaffen um die Magie der Götter zu bündeln. Problem an der Sache war das wenn der Träger nicht stark genug war, er im guten Fall nur Wahnsinnig im schlechten Fall unberechenbar und tödlich wurde. Hypolite bekam das ihr Band an ihrem 21.ten Geburtstag. Es war eine große Feier laut den alten Schriften und ihr glücklichster Tag da sie, an diesem Tag auch mit Erothep vermählt wurde. Es schien alles perfekt zu sein.“ Sie rührte mit einem Finger in dem dunklen Blut und leckte es sich genüsslich ab. „Aber das ist das Problem mit dem perfekt sein, so was hält nicht ewig an. Es kam wie es kommen musste. Trotz alle ihrer Schönheit und Intelligenz schaffte sie es nicht Kontrolle über das Band zu bekommen. Eroteph stand ihr die ganze Zeit bei und musste mit ansehen wie seine Frau langsam in dem Wahnsinn verfiel.“ Ihre Beine baumelten am Tresen herab und ihr Blick verlor sich in eine Zeit die soweit zurücklag. Eine Zeit in der sie selbst noch nicht geboren gewesen war. „Nun den da er sie so sehr liebte versprach er ihr auf dem Sterbebett auf sie zu warten. Er hielt sein Wort er wurde über 150 Jahre alt mit Hilfe der dunklen Magie Anubis. Schließlich war er sein Hohepriester. Doch diese Magie vernebelte ihm die Sinne. Er redete sich ein das das Reich in voller Blüte stehen müsste damit ihre Seele, wieder den Weg zurück zu ihm fand. So begann er schon kurz nach ihrem Ableben, eine `Säuberung` durchzuführen“ Seerahs Magen verkrampfte sich schlagartig. Solche Aktionen hat es schon oft gegeben in der Geschichte der Menschen und Magier und nie war daraus etwas Gutes entstanden, egal welche Beweggründe dafür angeführt worden waren. „Erothep tat es seiner Frau gleich, er wurde wahnsinnig. Man sagt das er Anubis anflehte für seine guten Dienste und all die Seelen die er ihm dargebracht hatte sein Leben zu verlängern um weitere 100 Jahre. Der Gott wollte ihn erhören nur gab es da ein kleines Problem.“ Seerah musste bei der Betonung der Worte kleines Problem doch ein wenig sarkastisch Grinsen. Seiner Erfahrung nach gab es immer ein kleines Problem sobald es sich um Magie, Götter und Menschen handelte. „Anubis ist wie du weißt der Gott der Toten. Also war da nichts mit Lebensverlängerung so versuchte er Osiris davon zu Überzeugen das er Erothep seinen Wunsch gewährte. Der alt ägyptische Göttervater hmm um es lapidar zu sagen zeigte Anubis den Vogel. Den jede Seele die Erothep ihm zu führte stärkte die Macht von Anubis und im gleichen maße nahm die von Osiris ab. Das ist kein Sache die innerhalb von 100 Jahren geht aber wenn man diesen Menschen 1000 Jahre so weiter wüten lassen würde, wäre es gut möglich das Anubis zu stark wurde.“ Seerah seufzte ein wenig, politisch Machtspiele einer Seele auf Götterebene. Wenn man das alles herunterreduzierte war es im Grunde das gleiche was sein Vater mit ihm versucht hatte. Götter und Menschen schienen sich doch ähnlicher als Gedacht. „Der Schakalgott wollte aber seinem treuen Diener nicht so stehen lassen, schließlich hatte er den gleichen Gedankengang wie Osiris. So eine Chance einen solchen Menschen zu bekommen, der ihn so stärkte wollte er nicht vergehen lassen.“ Irgendwie wusste Seerah bereits wie es weiter gehen würde. „Lass mich raten er wurde ein Zombie“ Benu verdrehte die Augen „Schau mal mehr Horrorfilme, Zombies sind willenlos und nur auf Fressen auf. Das wäre Anubis nicht wirklich zu Gute gekommen. Was will er mit einem sabbernden immer nur fressenden Zombie. Nein Scherz beiseite“ Sie sprang vom Tresen herunter und blickte ihm direkt in die Augen. „Erothep ist der Begründer meiner Dynastie. Er war der erste Vampir.“
10.9.07 21:41


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Kapitel 3.3

Als sie ein weiteres Mal die Augen öffnete war es bereits hellerlichter Tag, ihre Glieder schmerzten und an der Seite hatte sie ein unerträgliches Stechen. Ihre Lippen waren auf gesprungen und ihre Gaumen fühlte sich an als ob sie eine Wüste darin hätte und nicht weiches feuchtes Mundschleimhautgewebe. Die Drummerband in ihrem Kopf schien leiser geworden zu sein und insgesamt war eins sicher, sie lebte noch. Durch ihre noch verschwommen Gedanken hindurch wurde ihr wieder klar wo sie sich befand. Innerhalb eines kurzen Moments waren alle ihre Sinne wieder auf Hochtouren. Sie mussten hier weg und das schnell, nicht nur das, sie mussten ihn nun auch in diese Geschichte mit hineinziehen. So gut es ging und vor allem schnell versuchte sie sich aus dem Bett zu erheben. Die Wunde an ihrer Seite platzte auf der Stelle wieder auf und blutete stark. Sie unterdrückte den Gedanken an den Schmerz und somit den schmerz selber und stellte die Beine auf den Boden. Eine Hand auf die Wunde gedrückt und die zweite nutze sie um genug Schwung zu bekommen um aufzustehen. Ihr wurde schwindelig doch sie unterdrückte den aufkeimenden Brechreiz und wankte in Richtung des Türrahmens.

Sie legte gerade die Hand auf den Rahmen legte, als Seerah sie sah. „Vergiß es Sam. Leg dich zurück ins Bett du bist noch zu schwach.“ Er stützte sie da sie zu fallen drohte, ohne Probleme konnte er ihren geschwächten Körper anheben und zurück dahin verfrachten, wo er es für gut befand. Zu diesem Zeitpunkt war es das Bett. „Du verstehst nicht.“ setzte sie flehend an. Er drückte die Decke feste als gewollt auf die Matratze um sie darunter fest zu halten. „Ja, du hast Recht. Ich verstehe nicht alles. Wie sollte ich auch“ Der Schmerz und ein leicht ungehaltener Unterton schwangen in seiner Stimme mit. Ihr Blick blieb fest, sie wusste genau worauf er anspielte. „Zur Abwechslung hörst du mir zu. Wir werden noch Zeit haben alles genau zu besprechen, aber bis dahin wirst du dich ausruhen. Unsere Abreise ist heute Abend, das heißt du hast noch 9 Stunden um dich auszuruhen.“ Er drehte sich ohne ein weiteres Wort um und ließ sie alleine zurück.

Seerah war wütend, es stand außer Frage dass er sie liebte. Doch hatte sie einen Fehler begannen, sie hatte ihn ausgeschlossen ihm nicht genug vertraut. Sie waren immer ein gutes Team gewesen und dann auf einen Schlag schloss sie ihn aus. Verschwand, tauchte auf und dachte dann dass er das einfach auf die Seite schob. Eine Eule flatterte in das Wohnzimmer durch die offene Balkontüre. Der Brief landete auf dem Esstisch und die Eule verschwand so schnell, wie sie gekommen war.

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Gruß C.

Das war eine beruhigende Nachricht, ihre Reise war gesichert. Er ließ die Nachricht ihm Feuer des Kamins verbrennen. Die Flammen züngelten gierig nach dem Papier während er sich bereits auf den Weg in die Küche machte. Sie würden sich stärken müssen, es war nicht sicher wann sie wieder dazu kamen. Seerah bereitet ein Essen zu das abgeschmeckt war mit einigen spezial Kräutern aus dem Garten seiner Mutter. Sie sollten bewirken das sie über einen gewissen Zeitraum auch mit weniger Nahrung überleben konnten und ihr Körper sozusagen einmal komplett mit Energie gefüllt wurde.
Benu kam dazu und half ihm, sie arbeiteten schweigend nebeneinander. „Wie lange willst diese Stille noch hoch halten. Sie ist erdrückend.“ Das Messer in seiner Hand begann leicht zu zittern. Mit der Spitze voraus rammte er es in das Schneidebrett in dem es leicht schwankend stecken blieb. Erschrocken wich sie einen Schritt zurück. „Nun sag du es mir. Acht Monate lang höre ich nichts von Sam oder dir. Dann taucht ihr hier in Beduinengewändern auf und im Anhang nicht zu vergessen, dieser Kerle die mit euere Hilfe die Wohnung in Schutt und Asche legen. Als ich in Alexandria war werde ich von wandelnden Leichenteile angefallen und finde Baha verletzt vor nach dem eine Lichtgestalt mich so durch eine Türe schmetterte das sämtliche Knochen in meinem Leib gebrochen wurden. Sag du es mir Benu, wer von uns hätte etwas zu erzählen. Ich oder ihr?“ Seine Stimme war immer leiser geworden, man könnte sagen bedrohlich. Benu wendete sich wieder den Karotten zu die sie zu schälen begonnen hatte. „Du hast Recht und auch wieder nicht.“ Die Schalen fielen in eine kleine Schale in der schon einige lagen. „Es war schwer für sie, für uns. Wir wollten euch schützen und alles verstehe ich immer noch nicht. „ Sie legte den Schäler zur Seite und wandte sich den Tomaten zu. „Ich hätte nie gedacht das es mir einmal Freude machen würde solch einfachen Dinge wie Hausarbeit zu tun.“ Sie lächelte leicht und ihre Eckzähne blitzten leicht hinter ihren Lippen hervor. „Was soll ich sagen Seerah. Es sieht so aus das wir uns mitten in einer Geschichte befinden die jedem Märchen ehre machen würde und jedem Horrorfilm“. Er lehnte sich nun gegen den Küchentresen und verschränkte die Arme vor seiner Brust. „Dann fang mal mit der Märchenstunde an, ich bin gespannt.“ Benu viertelte mit schnellen geschickten Bewegungen ihres Messers die Tomaten. Die Art wie sie es tat, zeigte nur zu deutlich wie gut sie mit solch einem Werkzeug umgehen konnte.
„Einst lebte ein Pharao dessen Tochter intelligent und schön war. Bei Frauen immer eine sehr gute Kombination, für Männer die in sie verliebt war meist eine tödliche. Der Hohepriester des Anubistempels war es, er liebte sie überalle maßen. Nach einiger Zeit des werbens hatte er es sogar geschafft ihr Herz für sich zu gewinnen. Doch es gab da einige, nun ja nennen wir es typische Märchenprobleme.“ Er wendet sich nun den Kräutern zu und bearbeitet diese mit einem kurzen Messer um sie so klein wie möglich zu häxeln. „ Ihr Vater war gegen die Verbindung, er selbst hatte an eine Verbindung seiner Tochter mit dem Königshaus von Mesopotamien gehofft. Seine politische Macht sollte so gestärkt werden. Hypolite, so heißt die Pharaonentochter war das natürlich überhaupt nicht recht. Aber auch der Priester selbst, Erothep hatte so seine Schwierigkeiten die Tempelpriester davon zu Überzeugen das er sie ehelichen durfte.“ Benu nahm sich einen Schluck aus der Tasse vor sich und seufzte leicht. Es war nicht einfach für sie diese Geschichte zu erzählen. Hatte sie doch selbst bis vor wenigen Monaten geglaubt das es nicht mehr war, als eine Geschichte. Sie hatte so sehr unrecht gehabt.
10.9.07 21:41


Kapitel 3.2

Der alte Sessel mit dem verschlissenen dunkelblauen Stoff auf dem sich die Sterne des Universums bewegten war direkt neben das Bett gezogen worden. Auf ihm saß Seerah und blickte die schlafende Gestalt, die so zerbrechlich wirkte, im Bett an. Selbst an den verblassten Stellen bewegten sich die Planeten und Sterne und hier und da leuchtete einer kurz auf um dann wieder in seinem eigenen Licht zu vergehen. So wie das Universum war, das Leben war ein kurzes Aufflackern das sich wehrte um dann in der Dunkelheit zu verlieren. Sam liebte diesen Sessel er war von ihrer Großmutter, auf diesem hatte sie immer gesessen wenn sie der kleinen Metamorph Märchen erzählt hatte. Märchen und Geschichten von großen Heldentaten, von starken und Mutigen Männern und Frauen die die Menschen beschützten. Er hatte die Hände zusammengefaltet wie zu einem Gebet und stützte seine Stirn auf diese. Die Ellenbogengelenke gruben sich schmerzhaft in seine Oberschenkel und er verharrte seit zwei Stunden in dieser Position. Es war eine undefinierbare Angst dass dies alles nicht wahr sei. Ein Rascheln der nachtblauen Laken verriet ihm das sie sich im schlaf bewegte, alarmiert von dem leichten aufstöhnen das die Bewegung begleitete blickte er auf.

Ihre geschlossenen Augenlider flatterten leicht und ihre Wangen waren durch das Fieber leicht gerötet. Seine Beine waren eingeschlafen und kribbelten unangenehm als er sich von dem Sessel erhob um Sam eine neue kühle Binde auf die Stirn zu legen. Er beugte sich herunter um die neue Binde auf ihrer Stirn zu drapieren als er hörte wie sie leise einige Worte flüsterte. Unzusammenhängende Wortfetzen, die er nicht verstand. Er kniete sich neben das Bett und nahm ihre Hand „Ich bin hier smaragd Engel, du bist zuhause“ Ihre wirren Worte die so unverständlich waren wandelten sich wieder in gleichmäßigen Atem der ihm zeigte das sie wieder schlief. Ihre Hand in den seinen, sie fühlte sich warm an, pulsierend und lebendig. Es war wahr, sie lag hier und doch konnte und wollte er sich nicht neben sie legen und schlafen. Sie war verschwunden gewesen und wie es aussah auch über einen sehr langen Zeitraum misshandelt worden. Es war nichts mehr wie es einmal war und das stimmte ihn traurig. Konnten sie wieder ein normales Leben führen oder wurde er jetzt zu melodramatisch.

Das erste was sie sah war eine hellblaue Decke und sie fühlte leichten, weichen Stoff um sich. Es roch alles vertraut und ihre Augen schienen sich wieder zu regulieren, es schien alle so sehr vertraut. In ihrem Kopf hämmerte es und an der Seite hatte sie das Gefühl völlig taub zu sein. Langsam realisierte sie das jemand ihre Hand hielt. Ihre Gedanken drangen durch den dunklen Strudel der Ohnmacht auf und sortierten die vielen Eindrücke ein. Sie wusste dass sie diese Decke kannte, dass diese Laken ihr sehr vertraut wahren und doch es konnte nicht wahr sein. Es durfte nicht wahr sein, denn dann war es schief gelaufen, mehr als nur schief. Sie drehte ihren Kopf leicht auf die Seite um ihre Befürchtung bestätigt zu sehen. „Seerah“ ihre Stimme war schwach es kostet sie unendlich viel Mühe dieses eine Wort auszusprechen, seinen Namen. Er hob seinen Kopf an und blickte sie an, sie sah einen Schimmer der Freude und unendliche Erleichterung. „Ruhig, smaragd Engel. Bleib liegen du bist sehr schwach und die Wunde wurde mit einem Gift bearbeitet sie wächst trotz des Trankes nur sehr schlecht zusammen.“ Er war kurz davor sie mit einem Wortschwall nieder zu reden, doch er konnte sich rechtzeitig bremsen. Das war nicht der richtige Zeitpunkt, Sam brauchte jetzt Ruhe. Sie setzte an um etwas zu sagen „Nein keine Widerrede. Du wirst jetzt noch schlafen und dich ausruhen. Die Wunden brauchen Zeit und hier ist soweit alles in Ordnung. Ich hab einige Zauber um die Wohnung gelegt niemand kommt hier rein.“ Sie hatte keine Kraft, konnte sich nicht wehren und doch innerlich in ihr schrie alles. Sie waren immer noch auf der Flucht, sie brachten ihn und alle andere die sie kannten in Gefahr. Flehend blickte sie in seine Augen, versuchte ihm klar zu machen in was für einer Gefahr sie waren. Sam versuchte gegen die Müdigkeit anzukämpfen, die die Medikamente bei ihr verursachten. Ihr Körper brauchte dringend Erholung, ihre Kräfte waren bis an den Rand verbraucht. Die Dunkelheit übermannte sie auf ein Neues und trieb ihre Gedanken in zäher Flüssigkeit voran, hinein in ein Reich das Vergessen ließ, sie schlief wieder ein.

Erleichtert dass sie endlich gesprochen hatte, ließ er ihre Hand los. Vorsicht platzierte er sie wieder neben ihren Körper und zog die Decke hoch. Das aufbegehren das er in ihren Augen kurz gesehen hatte, war alarmierend gewesen, um nicht zu sagen beängstigend. Er kannte sie, er kannte sie so gut und wusste dass der Blick nichts Gutes verhieß. Es war eine Warnung gewesen und er wusste dass er nun einiges in die Wege leiten musste. Inklusive einer Möglichkeit die Wohnung mit zwei verletzten Frauen, die am Ende waren mit ihren Kräften zu fliehen. Der Magier ging auf den Balkon auf dem ihre Eulen saßen. Im Lichte des Mondes fing er an einige Briefe zu verschicken und im Kopf plante er bereits was sie alles mitnehmen mussten.
10.9.07 21:40


Kapitel 3.1

Seine Hand wanderte mit einem leichten Beben in Richtung der zarten Wangenknochen die von einer Schicht Schlamm bedeckt waren. Unter den geschlossenen Augenlidern sah man dass die Augen sich schnell und unkontrolliert rotierten. Sein Atem stockte leicht und aus Angst das sie nur ein Trugbild war das verschwand sobald er das geliebte Gesicht berührte zog er seine Hand wieder zurück. Durch die die leichte Bewegung veränderte sich auch die Position von ihr und sie stöhnte leicht auf und aus einem Reflex heraus umschlang er ihre Hüfte um sie in eine besser Position zu bringen. Als sich seine Hand wieder von ihrer Hüfte löste spürte er eine warme klebrige Substanz auf seinen Fingern. Es schien wie ihm wie in Zeitlupe als er seine Finger gegeneinander rieb und ein Bluttropfen langsam an seiner Hand Innenseite zu seinem Handgelenk herunter rann. Benu sah ihn erschöpft an auch ihr Gesicht war mit Schlamm bedeckt und die Lilanen Augen waren Blutunterlaufen. Seerah verschwendete keine Zeit mehr mit denken, warum sie aufgetaucht waren oder ob das alles ein Traum war. So behutsam wie möglich hob er die bewusstlose Sam an und ging schnellen Schrittes in ihr Schlafzimmer um sie dort auf dem Bett abzulegen. Bei jedem seiner vorsichtigen und gezielten Schritte gab sie ein leichtes Stöhnen von sich was ihn ihm sehr bewusst machte wie schlimm es wohl um sie stehen musste. Er rannte in das Badezimmer um die Arzneimittel zu holen die er wohl brauchen würde gleichzeitig warf er eine Plastik Schüssel in die Dusche um sie mit Wasser zu füllen. Nach nicht einmal einer Minute war er wieder im Schlafzimmer wo Benu bereits Sam aus ihren Kleidern schälte. Als sie den umhang entfernt hatte erschien eine lange stark blutende Wunde die notdürftig genäht war. Die Ränder der Wunde waren entzündet und hatten einen leichten Blauschimmer. Mit entsetzen stellte Seerah fest das es schlimmer war als er zuerst angenommen hatte. Neben der offensichtlichen Wunde trug sie mehrer kleine Schnittwunden die teilweise schon starken Schorf hatten, demnach als schon älter waren. Doch das war nicht das erschreckenste, ihr Oberkörper war überzogen mit den Striemen die nur eine Geisel hinterließ sie schien das untrügliche Glück gehabt zu sein das diese nicht mit irgendwelchen Metallstücken oder anderen spitzen Gegenständen gespickt war. Oder derjenige der ihr das angetan hatte, wollte da sie länger leidet. Unkontrollierte Wut stieg ihn ihm hoch während Seerah sich den geschunden und gequälten Körper seiner Freundin annahm. Zusammen mit Benus geschickten Fingern reinigten sie die Wunden und flössten der immer noch bewusstlosen Metamorph die Tränke ein die die Wundheilung unterstützen würden und die Entzündung die schon sehr stark war verdrängen würde. Konzentriert arbeitet sie Hand in Hand ohne ein Wort zu wechseln. Als sie fertig waren lehnten sich beide erschöpft zurück. Seine Hände tauchten ein letzte mal in das dunkelrot gefärbte Wasser. Schwer erhob sich Seerah von dem Bett auf dem Sam nun schlief. An der Seite auf dem Boden des Bettes lagen viele Binden und Tücher die mit ihrem Blut getränkt waren. Wie automatisch räumte er alles auf und wusch sich ein weiteres mal die Hände um dem zartroten Faden mit dem Blick zu folgen der mit dem Wasser im Ausguss verschwand. Betäubt schleppte er sich in die Küche um etwas zu tun, einfach irgendetwas damit er nicht weiter diese Bilder in seinem Kopf umherwirbelten. Seine Hände griffen von alleine zu dem Schrank in dem die Tassen standen. Als er sein Gesicht auf Grund eines leichten Geräusches in Richtung der Türe wandte sah er Benu gegen den Rahmen gelehnt. Sie wirkte erschöpf und noch immer was sie nicht dazu gekommen sich zu waschen. „Hast du vielleicht…“ ihre Stimme war brüchig und so leise als habe sie Angst mit einem zu lauten Geräusch ein weiteres Chaos herein brechen zu lassen. Er versucht kurz ihren Blick einzufangen doch sie starrte sofort zu Boden, etwas oder jemand hatte sie gebrochen, das konnte er sehen. Sie schien absolut verängstigt auch wenn sie weiterhin das Bild aufrechterhalten wollte das sie alles im Griff hatte. Er ging zum Kühlschrank und öffnete ihn, in einem extra Fach stand eine Flasche mit roter Flüssigkeit. Mit schnellen und gewohnten Bewegungen hatte er sie herausgeholt und geöffnet. Die Tassen standen bereits auf der anrichte und eine davon füllte er mit dem Inhalt der Flasche. Sein Zauberstab voll führte eine leichte Bewegung und die Flüssigkeit erwärmte sich auf eine gut trinkbare Wärme. Dankbar nahm Benu ihm die Tasse ab. In der zweiten Tasse machte er sich selber einen starken Tee, so wie es ihm schien würde das wohl eine sehr lange Nacht werde. „Ich hätte nicht gedacht…“ versuchte sie von neuem ein Gespräch zu beginnen. „Das es hier immer noch frische Nahrung für dich gibt? Ich weiß nicht warum aber manche Gewohnheiten kann man wohl nie ablegen und selbst als ihr für Tod erklärt wurdet habe ich jede Woche eine neue Flasche besorgt,… für den Fall der Fälle“ Sie zuckte unter seinen Worten wie unter einem Peitschenhieb zusammen. „Seerah es ging nicht anders und glaub mir sie litt sehr darunter. Wenn sie wieder wach wird, wird sie sehr wütend auf mich sein. Aber ich hatte keine andere Wahl…“ Er schüttelte den Kopf leicht abwehrend. Der Magier wusste nicht ob es mehr aus Verzweiflung oder aus reiner Unverständnis heraus diese Worte nicht hören wollte. Es war zuviel für ihn, nicht nur das sie beide hier auf einmal aufgetaucht waren. Nein das war es nicht, sondern das unterbewusste Wissen das er doch recht gehabt hatte die ganze Zeit. Er ging langsam in das zerstörte Wohnzimmer. Zum zweiten Mal an diesem Abend richtet er mit einigen kleinen Bewegungen das Chaos auf. Still setzten sie sich auf das Sofa vor dem Kamin. „Wir müssen noch den Kamin vom Flohnetzwerk trennen“ begann er dieses mal die Unterhaltung. Benu schüttelte leicht den Kopf. „Das habe ich bereits getan als du Sam weg gebracht hast“ erwiderte sie routiniert. Sie starrten beide wieder auf ihre Tassen, jeder in seine Gedanken versunken. Benu nahm einen tiefen Schluck und seufzte dann erleichtert, so als ob eine große Last von ihren Schultern genommen wurde. Seerah betrachtet aufmerksam die alte Freundin. Nach einigen Momenten erhob er sich von der Couch. Fragen sah Benu ihn an. „Du willst dich sicher duschen und wie du aussiehst hast du nicht viel geschlafen. Du weißt wo das Gästezimmer ist. Im großen Schrank sind immer noch deine Ersatzkleider und im Gästebad liegen frische Handtücher“ ihr Blick war fragend „Willst du nicht..“ mit einer abwehrenden Geste brachte er sie zum schweigen. „Nein, nicht jetzt. So wie es aussieht braucht ihr zwei erstmal eins. Eine Pause wir werden das in ein paar Stunden bereden. Ich muss mich nun um Sam kümmern“ Er wandte ihr den Rücken zu und ging zurück in das Schlafzimmer.
10.9.07 21:40


Long time no see

oh man viel ist passiert ein typ namens Burks der mich und meinen Verleger der inoffiziell bis zu seiner scheidung nur mein verleger ist in misskredit bringt ... eine Redaktion die mich um den Verstand bringt mit samt seiner 60-70 Mitarbeiter ..... und mein schatz (also der verleger ) ist wieder in hamburg ok ok halt falsche reihenfolge ...

Also von Anfang an erstmal mein Schatz ist mein Verleger (lol wie bereits erwähnt)
Er ist 13 Jahre älter als ich und die Sache zwischen uns nun fing im Februar bereits so ein wenig an ....
Naja er fand es toll das ich als seine Mitarbeiter ihm bereits beim ersten TReffen an den Kopf geknallt habe das er ein Arschloch ist *lol* das soll einer mal verstehn
Ich muss sagen es ist schon der Hammer er hat alles wirklich alles für mich aufgegeben ... seine Firma und sein altes Leben .... ich hab ihn viel gekostet und das alles tat er um mich zu beschützen .....
Es ist schön endlich jemand zu haben der mir gewachsen ist !
Endlich keiner der schon nach kurzer zeit unter meiner Art zusammenbricht im Gegenteil er schafft es mich zu fordern egal ob vom Kopf oder sonst wie ... es ist einfach wunderbar und ich sage es offen ich liebe ihn !


demnächst kommt hoffentlich mehr
24.7.07 13:12


Änderungen sind der Gang des Lebens

So es hat leider Gründe warum ich meinen Blog Passwort schützen musste.

Ich möchte das nicht weiter erläutern aber mit der Zeit werdet ihr mich vielleicht verstehen.

HSL Gott ich liebe diese Projekt und alles was damit zusammen hängt.

Ich liebe die Leute und das Gefühl wirklich was bewirken zu können mit der Hilfe von ihnen !

Und ich vermisse meine Freunde !

Aber mir fehlt Zeit das Problem das ich habe ist meien Zeit ich habe zu wenig ....

Lg Puu
die grad verwirrt ist
29.4.07 14:06


Long time no see

OH MEIN GOTT ok ich stelle mich in die Ecke und schäme mich *gg*
eigentlich wollte ich schon so lange schreiben aber ich setzt mich grad wieder selbst ziemlich unter druck ....ihr kennt mich ja .. mnun ja nach dem ich HSL mer oder weniger via "fReindlicheübernahme" bekommen habe.... stecke ich bis zum hals in arbeit aber wir konnten am donnerstag endlich die neue Ausgabe rausbringen !! und ich hab recht gute respons und neidische blicke bekommen weil sie besser wurde als gedacht (hallo, andre...danke für die hilfe) Wie ihr wisst steckt mein Herzblut in diesem Projekt und die Ausmaße die es annimmt werden immer größer... die pläne die wir am schmieden sind sind wirklich sehr groß und wenn das alles gelingt hab ich zwar imme rnoch stress kann aber dann auf etwas blicken das ich "geschaffen" habe. Zwar ist die Hauptkraft mein süßer Mythos (Andre) aber ich tu alles was in meienr macht liegt ihn zu unterstützen !
Habe ich erwähnt das ich verliebt bin *GGGGGGGGGGGGGGGGGGG* jaja ich hab mich wohl "hochgeschlafen" ich weiß es nicht aber im grunde arbeite ich hart für diese Zeitung ich hab eher das gefühl das noch mehr gehen würde ich muss nur schauen wie ich es hinkriege und das lol bei meinem chaos das ich immer habe. Ansonsten musste ich in derletzten zeit einigen menschen sehr weh tun die mir am herzen liegen 2 menschen um sie zu beschützen und 2 die mir als freunde wichtig sind sehr sogar da sie mein ausgleich sind und mich stützen obwohl ich ihnen wohl gefühlsmässig sehr vor den Kopf gestossen hab. Ich hab zu viel in sachen hinein interpretiert die nciht so waren und ihnen weh getan und sie haben mir vergeben was mich nur noch trauriger macht weil ich hoffe das ich es wert bin ...

Ich hatte mit andre auch gestern meinen ersten "streit" es war kein streit aber ich habe wieder bemerkt wie wenig ich doch weiß im grunde ....

Ach ja mr. ich komm mit deiner art nciht zurecht hat ne abfuhr bekommen und es hat gut getan !

*weiter hetz* ich hoffe euch demnächst ausführlich alles erzählen zu können !

Lg Puu
7.4.07 13:10


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