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Kapitel 3

Seerah´s Blick war immer noch stur auf die Flammen gerichtet, doch die Schmerzen ausgelöst durch den wilden Reigen und die Hitze der Flammen wurden unerträglich. Mit seinen Fingern fuhr er über de Stelle unter seinem Haaransatz an der die Wunde einst war. Keine Narbe zierte diese Stelle doch die Erinnerung daran war wie eine nie heilende Narbe. Sie hatten ihn in Alexandria wieder zusammengeflickt doch er hatte bald einen Monat gebraucht bis alle Knochen wieder an den Stelle waren, wo sie hingehörten. Ein verächtliches Lachen kam über seine Lippen. Er lebte in einer Welt der Magie und trotzdem brauchten Wunden lange um zu heilen. Wenn er ein Muggel gewesen wäre, wäre höchst wahrscheinlich an den folgen gestorben. Doch er war es nicht und ein Teil von ihm trauerte um den verlorenen Tod. Auch wenn er es sich immer noch nicht eingestehen wollte, aber alle Anzeichen sprachen dafür das er Sam in diesem Leben nicht mehr begegnen würde. Wieder einmal richtet sich sein Blick auf die kleine Kommode die so unscheinbar im rechten Eck des Wohnzimmers befand. Als er sich erhob war der Entschluss sicher und doch kam er sich Feige vor. Seine Schritte lenkten ihn zielsicher auf die Kommode zu und wie in Trance öffnete er die unterste Schublade. Unter einem Stapel an Papieren musste es liegen. Seine Lippen umspielte ein kleines Lächeln als er das Chaos in der Schublade genauer betrachtete. Sam war die beste Aurorin, eine exzellente Köchin, eine herausragende Quidditchspielerin und die einfühlsamste Person die er kannte. Doch war sie auch der unordentlichste Mensch der ihm je unter gekommen ist. Sein Lächeln wurde breiter als er an ihre ersten Streitereien dachte wegen ihrer Unordentlichkeit. Sie konnte wunderbar kochen so das man am Schluss sich kaum traute die Speisen zu Essen da sie so liebevoll angerichtet waren, doch dafür sah die Küche danach immer aus als ob Dementoren einen wilde Saufparty darin gefeiert hätten. Sie hatte ihren Weg gefunden wie sie sich arrangieren konnte aber es hatte seine Zeit gebraucht und doch wollte er nicht eine Sekunde davon missen. Er wusste das sie nicht gut heißen würde was er nun tun würde, aber er sah keinen Sinn mehr in dem was er tat. Seine rechte Hand griff tief unter den Papierstapel und suchte dort nach etwas. Seine Finger ertastete die kühle Oberfläche des Glases und schlossen sich fest um den kleinen Flakon. Festen Schrittes ging er wieder zurück zum Sofa. In seiner Hand schmiegte sich das nun warm gewordene Glas an, er musste es nicht ansehen er kannte jede Unebenheit auf diesem Flakon. In seinen Gedanken spiegelte sich das Bild wieder von eben diesem Flakon. Er wusste dass dieser ungefähr 3cm groß war und das Glas in einem dunklen Lila, das der Verschluss eine Pipette war um die Tropfen abzählen zu können die ihm Sam zurück brachten. Als er sich wieder gesetzt hat und mit einer einfachen Handbewegung den Tee erneut zum dampfen gebracht hatte hob er sein Schicksal an. Das Licht schimmerte durch das Glas und zeigte ihm ein geheimes Farbenspiel das seine Augen nicht voll erfassen konnte da es viel zu schnell wechselte. Vorsichtig so als würde es jeden Moment zerbrechen stellte er es auf den Tisch ab. Mit einer schweren Bewegung lehnte er sich in dem Sofa zurück und starrte weiterhin den Flakon an.

Er wusste nicht warum aber das Farbenspiel das die Flüssigkeit aufgrund des Feuers im Hintergrund veränderte sich. In der Sekunde in der er realisierte das die Flammen des Kamins in einen grünen Ton umschlugen schoss auch schon der erste Fluch durch die Wohnung. Nur knapp zischte dieser an seiner Niere in das Sofa und hinterließ ein Brandloch das sich sofort ausbreitet. Alle seine Sinne waren auf einen Schlag wach und aufgrund seine Trainings und seiner Erfahrungen war die Reflexbewegung zu seinem Zauberstab mehr Instinkt den angelerntes Wissen. Schwungvoll rollte er sich über das Sofa auf die Seite und entwischte so dem nächsten Zauber der genau an der Stelle einschlug auf der eben noch saß. In einem Anfall von Zynismus schallte er sich in Gedanken selber so reagiert zu haben. So wäre alles vorbei gewesen und man hätte ihm die Entscheidung abgenommen. Mit einem schnellen Blick versuchte er sich klar zu werden darüber, was den nun wirklich hier geschah. Aus dem Kamin waren inzwischen 5 Gestalten nacheinander herausgekommen. Alle waren in lange dunkle wie die der Beduinen gekleidet und somit kein Gesicht erkennbar. Was aber ersichtlich war das eine der Gestalten sich auf eine zweite lehnte so als ob sie Hilfe beim gehen brauchte. Die zweite wedelte wild mit ihrem Zauberstab herum und schoß einen Zauber nach dem anderen heraus. Vor Seerahs Augen wurde dank dieser Sprüche und der Antworten die inzwischen von den anderen drei Gestalten kamen seine Wohnung in Schutt und Asche gelegt. Das laute bersten der Möbel übertönte die Stimmen der sich angreifenden Parteien. Er war sich nicht sicher was genau hier los war, aber das diese Menschen ohne zu fragen alles zerstörten was ihm lieb und teuer war konnte er auch nicht hinnehmen. Es schien als ob die drei Gestalten die sich als recht groß erwiesen nach einem weiteren Blick langsam die überhand gewannen. Er musste was tun das war klar, sein Kopf lief auf Hochtouren während mehrer kleine und größere Explosionen um ihn herum einschlugen. Wer waren diese Leute, was wollten sie und vor allem warum gerade jetzt? Leise vor sich hin schimpfend gab Seerah seine Deckung auf und hechtet gekonnt hinter den kleinen Bartresen der in seiner nähe stand. Die Gruppe mit den zwei kleineren Beduinen hatten sich hinter den umgestürzten Esstisch, der etwas seitlich hinter ihm stand in Sicherheit gebracht und die drei anderen versuchten diesen gerade zu sprengen als Seerah durch den Tumult endlich eine Stimme heraus hören konnte. „Verdammt Seerah tu endlich etwas! Sie bricht gleich zusammen“ Er kannte die Stimme konnte aber bei dem ganzen durcheinander nicht zu ordnen zu wem sie genau gehörte. Der vertraute Klang der hinter dem Esstisch hervor gekommen war gab ihm den Ansporn dem ganzen ein Ende zu setzten. Mit einem gut gezielten Entwaffnungsspruch entledigte er dem Beduinen der ihm am nächsten war von seinem Zauberstab. Der zweite Beduine gab einen kurzen Augenblick seiner Verwunderung nach und wurde von einem grell roten Strahl getroffen der ihn zu Staub werden ließ. Noch während sich Seerah geschickt unter einer Antwort des dritten Beduinen hin weck duckte wurde auch dieser von einem roten Strahl getroffen und verwandelte sich vor seinen Augen zu einem weiteren Häufchen Staub. Der entwaffnete hatte in dies die Flucht durch den Kamin zurück ergriffen und so schnell das Chaos begonnen hatte war es auch wieder beendet. Die blauen Augen wanderten durch seine zerberste Wohnung und er ließ fassungslos den Zauberstab sinken. „Steh nicht so rum und hilf mir“ brüllte ihn die bekannte verzweifelte Stimme an. Er drehte sich wieder dem Esstisch zu um zu sehen wieder Gesichtsschleier an der Person herunter glitt. Lilane Augen trafen die seinen und in den Windungen seines Hirnes begann sich ein Knoten zu lösen. „Aber..“ seine Stimme stockte als er Benu wieder erkannte. Die Person die auf die beste Freundin Sam sich stütze stöhnte leise auf und brach zusammen. Geistesgegenwärtig überwand Seerah im gleichen Augenblick die kurze Strecke zwischen ihnen und fing sie auf. Benu sank schwer atmend neben ihn auf die Knie und löste mit zittrigen Fingern das Bündel an Kleidern auf das diese umschlang. Atemlos blickte Seerah in das Gesicht der Person von der gedachte hatte sie würde nicht mehr leben.
10.9.07 21:39
 


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