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Kapitel 3.1

Seine Hand wanderte mit einem leichten Beben in Richtung der zarten Wangenknochen die von einer Schicht Schlamm bedeckt waren. Unter den geschlossenen Augenlidern sah man dass die Augen sich schnell und unkontrolliert rotierten. Sein Atem stockte leicht und aus Angst das sie nur ein Trugbild war das verschwand sobald er das geliebte Gesicht berührte zog er seine Hand wieder zurück. Durch die die leichte Bewegung veränderte sich auch die Position von ihr und sie stöhnte leicht auf und aus einem Reflex heraus umschlang er ihre Hüfte um sie in eine besser Position zu bringen. Als sich seine Hand wieder von ihrer Hüfte löste spürte er eine warme klebrige Substanz auf seinen Fingern. Es schien wie ihm wie in Zeitlupe als er seine Finger gegeneinander rieb und ein Bluttropfen langsam an seiner Hand Innenseite zu seinem Handgelenk herunter rann. Benu sah ihn erschöpft an auch ihr Gesicht war mit Schlamm bedeckt und die Lilanen Augen waren Blutunterlaufen. Seerah verschwendete keine Zeit mehr mit denken, warum sie aufgetaucht waren oder ob das alles ein Traum war. So behutsam wie möglich hob er die bewusstlose Sam an und ging schnellen Schrittes in ihr Schlafzimmer um sie dort auf dem Bett abzulegen. Bei jedem seiner vorsichtigen und gezielten Schritte gab sie ein leichtes Stöhnen von sich was ihn ihm sehr bewusst machte wie schlimm es wohl um sie stehen musste. Er rannte in das Badezimmer um die Arzneimittel zu holen die er wohl brauchen würde gleichzeitig warf er eine Plastik Schüssel in die Dusche um sie mit Wasser zu füllen. Nach nicht einmal einer Minute war er wieder im Schlafzimmer wo Benu bereits Sam aus ihren Kleidern schälte. Als sie den umhang entfernt hatte erschien eine lange stark blutende Wunde die notdürftig genäht war. Die Ränder der Wunde waren entzündet und hatten einen leichten Blauschimmer. Mit entsetzen stellte Seerah fest das es schlimmer war als er zuerst angenommen hatte. Neben der offensichtlichen Wunde trug sie mehrer kleine Schnittwunden die teilweise schon starken Schorf hatten, demnach als schon älter waren. Doch das war nicht das erschreckenste, ihr Oberkörper war überzogen mit den Striemen die nur eine Geisel hinterließ sie schien das untrügliche Glück gehabt zu sein das diese nicht mit irgendwelchen Metallstücken oder anderen spitzen Gegenständen gespickt war. Oder derjenige der ihr das angetan hatte, wollte da sie länger leidet. Unkontrollierte Wut stieg ihn ihm hoch während Seerah sich den geschunden und gequälten Körper seiner Freundin annahm. Zusammen mit Benus geschickten Fingern reinigten sie die Wunden und flössten der immer noch bewusstlosen Metamorph die Tränke ein die die Wundheilung unterstützen würden und die Entzündung die schon sehr stark war verdrängen würde. Konzentriert arbeitet sie Hand in Hand ohne ein Wort zu wechseln. Als sie fertig waren lehnten sich beide erschöpft zurück. Seine Hände tauchten ein letzte mal in das dunkelrot gefärbte Wasser. Schwer erhob sich Seerah von dem Bett auf dem Sam nun schlief. An der Seite auf dem Boden des Bettes lagen viele Binden und Tücher die mit ihrem Blut getränkt waren. Wie automatisch räumte er alles auf und wusch sich ein weiteres mal die Hände um dem zartroten Faden mit dem Blick zu folgen der mit dem Wasser im Ausguss verschwand. Betäubt schleppte er sich in die Küche um etwas zu tun, einfach irgendetwas damit er nicht weiter diese Bilder in seinem Kopf umherwirbelten. Seine Hände griffen von alleine zu dem Schrank in dem die Tassen standen. Als er sein Gesicht auf Grund eines leichten Geräusches in Richtung der Türe wandte sah er Benu gegen den Rahmen gelehnt. Sie wirkte erschöpf und noch immer was sie nicht dazu gekommen sich zu waschen. „Hast du vielleicht…“ ihre Stimme war brüchig und so leise als habe sie Angst mit einem zu lauten Geräusch ein weiteres Chaos herein brechen zu lassen. Er versucht kurz ihren Blick einzufangen doch sie starrte sofort zu Boden, etwas oder jemand hatte sie gebrochen, das konnte er sehen. Sie schien absolut verängstigt auch wenn sie weiterhin das Bild aufrechterhalten wollte das sie alles im Griff hatte. Er ging zum Kühlschrank und öffnete ihn, in einem extra Fach stand eine Flasche mit roter Flüssigkeit. Mit schnellen und gewohnten Bewegungen hatte er sie herausgeholt und geöffnet. Die Tassen standen bereits auf der anrichte und eine davon füllte er mit dem Inhalt der Flasche. Sein Zauberstab voll führte eine leichte Bewegung und die Flüssigkeit erwärmte sich auf eine gut trinkbare Wärme. Dankbar nahm Benu ihm die Tasse ab. In der zweiten Tasse machte er sich selber einen starken Tee, so wie es ihm schien würde das wohl eine sehr lange Nacht werde. „Ich hätte nicht gedacht…“ versuchte sie von neuem ein Gespräch zu beginnen. „Das es hier immer noch frische Nahrung für dich gibt? Ich weiß nicht warum aber manche Gewohnheiten kann man wohl nie ablegen und selbst als ihr für Tod erklärt wurdet habe ich jede Woche eine neue Flasche besorgt,… für den Fall der Fälle“ Sie zuckte unter seinen Worten wie unter einem Peitschenhieb zusammen. „Seerah es ging nicht anders und glaub mir sie litt sehr darunter. Wenn sie wieder wach wird, wird sie sehr wütend auf mich sein. Aber ich hatte keine andere Wahl…“ Er schüttelte den Kopf leicht abwehrend. Der Magier wusste nicht ob es mehr aus Verzweiflung oder aus reiner Unverständnis heraus diese Worte nicht hören wollte. Es war zuviel für ihn, nicht nur das sie beide hier auf einmal aufgetaucht waren. Nein das war es nicht, sondern das unterbewusste Wissen das er doch recht gehabt hatte die ganze Zeit. Er ging langsam in das zerstörte Wohnzimmer. Zum zweiten Mal an diesem Abend richtet er mit einigen kleinen Bewegungen das Chaos auf. Still setzten sie sich auf das Sofa vor dem Kamin. „Wir müssen noch den Kamin vom Flohnetzwerk trennen“ begann er dieses mal die Unterhaltung. Benu schüttelte leicht den Kopf. „Das habe ich bereits getan als du Sam weg gebracht hast“ erwiderte sie routiniert. Sie starrten beide wieder auf ihre Tassen, jeder in seine Gedanken versunken. Benu nahm einen tiefen Schluck und seufzte dann erleichtert, so als ob eine große Last von ihren Schultern genommen wurde. Seerah betrachtet aufmerksam die alte Freundin. Nach einigen Momenten erhob er sich von der Couch. Fragen sah Benu ihn an. „Du willst dich sicher duschen und wie du aussiehst hast du nicht viel geschlafen. Du weißt wo das Gästezimmer ist. Im großen Schrank sind immer noch deine Ersatzkleider und im Gästebad liegen frische Handtücher“ ihr Blick war fragend „Willst du nicht..“ mit einer abwehrenden Geste brachte er sie zum schweigen. „Nein, nicht jetzt. So wie es aussieht braucht ihr zwei erstmal eins. Eine Pause wir werden das in ein paar Stunden bereden. Ich muss mich nun um Sam kümmern“ Er wandte ihr den Rücken zu und ging zurück in das Schlafzimmer.
10.9.07 21:40
 


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