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Kapitel 3.2

Der alte Sessel mit dem verschlissenen dunkelblauen Stoff auf dem sich die Sterne des Universums bewegten war direkt neben das Bett gezogen worden. Auf ihm saß Seerah und blickte die schlafende Gestalt, die so zerbrechlich wirkte, im Bett an. Selbst an den verblassten Stellen bewegten sich die Planeten und Sterne und hier und da leuchtete einer kurz auf um dann wieder in seinem eigenen Licht zu vergehen. So wie das Universum war, das Leben war ein kurzes Aufflackern das sich wehrte um dann in der Dunkelheit zu verlieren. Sam liebte diesen Sessel er war von ihrer Großmutter, auf diesem hatte sie immer gesessen wenn sie der kleinen Metamorph Märchen erzählt hatte. Märchen und Geschichten von großen Heldentaten, von starken und Mutigen Männern und Frauen die die Menschen beschützten. Er hatte die Hände zusammengefaltet wie zu einem Gebet und stützte seine Stirn auf diese. Die Ellenbogengelenke gruben sich schmerzhaft in seine Oberschenkel und er verharrte seit zwei Stunden in dieser Position. Es war eine undefinierbare Angst dass dies alles nicht wahr sei. Ein Rascheln der nachtblauen Laken verriet ihm das sie sich im schlaf bewegte, alarmiert von dem leichten aufstöhnen das die Bewegung begleitete blickte er auf.

Ihre geschlossenen Augenlider flatterten leicht und ihre Wangen waren durch das Fieber leicht gerötet. Seine Beine waren eingeschlafen und kribbelten unangenehm als er sich von dem Sessel erhob um Sam eine neue kühle Binde auf die Stirn zu legen. Er beugte sich herunter um die neue Binde auf ihrer Stirn zu drapieren als er hörte wie sie leise einige Worte flüsterte. Unzusammenhängende Wortfetzen, die er nicht verstand. Er kniete sich neben das Bett und nahm ihre Hand „Ich bin hier smaragd Engel, du bist zuhause“ Ihre wirren Worte die so unverständlich waren wandelten sich wieder in gleichmäßigen Atem der ihm zeigte das sie wieder schlief. Ihre Hand in den seinen, sie fühlte sich warm an, pulsierend und lebendig. Es war wahr, sie lag hier und doch konnte und wollte er sich nicht neben sie legen und schlafen. Sie war verschwunden gewesen und wie es aussah auch über einen sehr langen Zeitraum misshandelt worden. Es war nichts mehr wie es einmal war und das stimmte ihn traurig. Konnten sie wieder ein normales Leben führen oder wurde er jetzt zu melodramatisch.

Das erste was sie sah war eine hellblaue Decke und sie fühlte leichten, weichen Stoff um sich. Es roch alles vertraut und ihre Augen schienen sich wieder zu regulieren, es schien alle so sehr vertraut. In ihrem Kopf hämmerte es und an der Seite hatte sie das Gefühl völlig taub zu sein. Langsam realisierte sie das jemand ihre Hand hielt. Ihre Gedanken drangen durch den dunklen Strudel der Ohnmacht auf und sortierten die vielen Eindrücke ein. Sie wusste dass sie diese Decke kannte, dass diese Laken ihr sehr vertraut wahren und doch es konnte nicht wahr sein. Es durfte nicht wahr sein, denn dann war es schief gelaufen, mehr als nur schief. Sie drehte ihren Kopf leicht auf die Seite um ihre Befürchtung bestätigt zu sehen. „Seerah“ ihre Stimme war schwach es kostet sie unendlich viel Mühe dieses eine Wort auszusprechen, seinen Namen. Er hob seinen Kopf an und blickte sie an, sie sah einen Schimmer der Freude und unendliche Erleichterung. „Ruhig, smaragd Engel. Bleib liegen du bist sehr schwach und die Wunde wurde mit einem Gift bearbeitet sie wächst trotz des Trankes nur sehr schlecht zusammen.“ Er war kurz davor sie mit einem Wortschwall nieder zu reden, doch er konnte sich rechtzeitig bremsen. Das war nicht der richtige Zeitpunkt, Sam brauchte jetzt Ruhe. Sie setzte an um etwas zu sagen „Nein keine Widerrede. Du wirst jetzt noch schlafen und dich ausruhen. Die Wunden brauchen Zeit und hier ist soweit alles in Ordnung. Ich hab einige Zauber um die Wohnung gelegt niemand kommt hier rein.“ Sie hatte keine Kraft, konnte sich nicht wehren und doch innerlich in ihr schrie alles. Sie waren immer noch auf der Flucht, sie brachten ihn und alle andere die sie kannten in Gefahr. Flehend blickte sie in seine Augen, versuchte ihm klar zu machen in was für einer Gefahr sie waren. Sam versuchte gegen die Müdigkeit anzukämpfen, die die Medikamente bei ihr verursachten. Ihr Körper brauchte dringend Erholung, ihre Kräfte waren bis an den Rand verbraucht. Die Dunkelheit übermannte sie auf ein Neues und trieb ihre Gedanken in zäher Flüssigkeit voran, hinein in ein Reich das Vergessen ließ, sie schlief wieder ein.

Erleichtert dass sie endlich gesprochen hatte, ließ er ihre Hand los. Vorsicht platzierte er sie wieder neben ihren Körper und zog die Decke hoch. Das aufbegehren das er in ihren Augen kurz gesehen hatte, war alarmierend gewesen, um nicht zu sagen beängstigend. Er kannte sie, er kannte sie so gut und wusste dass der Blick nichts Gutes verhieß. Es war eine Warnung gewesen und er wusste dass er nun einiges in die Wege leiten musste. Inklusive einer Möglichkeit die Wohnung mit zwei verletzten Frauen, die am Ende waren mit ihren Kräften zu fliehen. Der Magier ging auf den Balkon auf dem ihre Eulen saßen. Im Lichte des Mondes fing er an einige Briefe zu verschicken und im Kopf plante er bereits was sie alles mitnehmen mussten.
10.9.07 21:40
 


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