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Kapitel 3.4

Sam starrte die Decke an, ihr war klar das sie schlafen sollte. Doch nachdem Benu kurz herein gekommen war um den Verband zu wechseln, konnte sie keine Rechte ruhe mehr finden. Im Grunde sollte sie glücklich sein. Wie gesagt, im Grunde. Sie war zuhause, in ihrem eigenen Bett, das ihr noch nie so angenehm vorgekommen war. Gewohnte und vertraute Geräusche und Gerüche hingen in der Luft, es schien alles so wunderbar zu sein. Es war als ob sie aus einem Alptraum erwacht wäre, doch es war eben nicht mehr als Schein. Er hatte Recht und der Schmerz in seinen Augen hatte ihr einen Stich ins Herz versetzt. Es war alles so verworren und so schwierig zu erklären, oder machte sie es sich nur selbst schwierig? Gefrustet drehte sie sich zur Seite was zur Folge hatte das ihre Wunde sich mit einem herzhaftem Stich zurück meldete.

„Klingt alles sehr nach einem schlechten Liebesroman“ Kommentierte Seerah die letzten Worte Benus. Benu konnte sich ein Grinsen verkneifen. „Klingt eher wie eine Geschichte die du nur zu gut kennen solltest. Schließlich waren eure Eltern auch nicht gerade begeistert von eurer Beziehung.“ Er tat so als ob er das überhört hätte und schnitt weiter die Kräuter. „So wie du das erzählst haben sie es geschafft, also sie kamen zusammen“ Benu seufzte wieder und legte das Messer ab. Sie nahm die Tasse mit dem Blut und erwärmte es auf ein Neues mit ihrem Zauberstab, sie musste langsam trinken sonst würde sie in einen Rausch verfallen und das obwohl sie nach all den langen Monaten des Zehrens, genau das brauchte. Frisches Blut um ihr eigenes Leben zu erhalten. „Ja, sie haben es geschaffte“ Mit der Tasse in der Hand setzte sie sich auf den Tresen. Der lange schwarze Rock hing schlaf an ihre herunter und das T-Shirt das ihr mal wie angegossen gepasst hatte, zeigte deutlich das der Körper in ihm ausgemergelt war. „Und da haben wir auch das Problem an der Sache. Wie du vielleicht weißt ist die Frau des Pharaos immer der Göttin Isis geweiht. Da Hypolites Mutter bei ihrer Geburt gestorben war ging diese Weihe auf der Stelle an sie über, da sie keine Geschwister hatte die das übernehmen konnten.“ Benu versuchte sich jedes Detail einer Isis Statue vorzustellen, die sie bei ihrer Reise nach Philae. „Es war eine Ehre und gleichzeitig eine riesige Last für sie. Die Pharaonen vor ihr hatten so genannte Kraftbänder geschaffen um die Magie der Götter zu bündeln. Problem an der Sache war das wenn der Träger nicht stark genug war, er im guten Fall nur Wahnsinnig im schlechten Fall unberechenbar und tödlich wurde. Hypolite bekam das ihr Band an ihrem 21.ten Geburtstag. Es war eine große Feier laut den alten Schriften und ihr glücklichster Tag da sie, an diesem Tag auch mit Erothep vermählt wurde. Es schien alles perfekt zu sein.“ Sie rührte mit einem Finger in dem dunklen Blut und leckte es sich genüsslich ab. „Aber das ist das Problem mit dem perfekt sein, so was hält nicht ewig an. Es kam wie es kommen musste. Trotz alle ihrer Schönheit und Intelligenz schaffte sie es nicht Kontrolle über das Band zu bekommen. Eroteph stand ihr die ganze Zeit bei und musste mit ansehen wie seine Frau langsam in dem Wahnsinn verfiel.“ Ihre Beine baumelten am Tresen herab und ihr Blick verlor sich in eine Zeit die soweit zurücklag. Eine Zeit in der sie selbst noch nicht geboren gewesen war. „Nun den da er sie so sehr liebte versprach er ihr auf dem Sterbebett auf sie zu warten. Er hielt sein Wort er wurde über 150 Jahre alt mit Hilfe der dunklen Magie Anubis. Schließlich war er sein Hohepriester. Doch diese Magie vernebelte ihm die Sinne. Er redete sich ein das das Reich in voller Blüte stehen müsste damit ihre Seele, wieder den Weg zurück zu ihm fand. So begann er schon kurz nach ihrem Ableben, eine `Säuberung` durchzuführen“ Seerahs Magen verkrampfte sich schlagartig. Solche Aktionen hat es schon oft gegeben in der Geschichte der Menschen und Magier und nie war daraus etwas Gutes entstanden, egal welche Beweggründe dafür angeführt worden waren. „Erothep tat es seiner Frau gleich, er wurde wahnsinnig. Man sagt das er Anubis anflehte für seine guten Dienste und all die Seelen die er ihm dargebracht hatte sein Leben zu verlängern um weitere 100 Jahre. Der Gott wollte ihn erhören nur gab es da ein kleines Problem.“ Seerah musste bei der Betonung der Worte kleines Problem doch ein wenig sarkastisch Grinsen. Seiner Erfahrung nach gab es immer ein kleines Problem sobald es sich um Magie, Götter und Menschen handelte. „Anubis ist wie du weißt der Gott der Toten. Also war da nichts mit Lebensverlängerung so versuchte er Osiris davon zu Überzeugen das er Erothep seinen Wunsch gewährte. Der alt ägyptische Göttervater hmm um es lapidar zu sagen zeigte Anubis den Vogel. Den jede Seele die Erothep ihm zu führte stärkte die Macht von Anubis und im gleichen maße nahm die von Osiris ab. Das ist kein Sache die innerhalb von 100 Jahren geht aber wenn man diesen Menschen 1000 Jahre so weiter wüten lassen würde, wäre es gut möglich das Anubis zu stark wurde.“ Seerah seufzte ein wenig, politisch Machtspiele einer Seele auf Götterebene. Wenn man das alles herunterreduzierte war es im Grunde das gleiche was sein Vater mit ihm versucht hatte. Götter und Menschen schienen sich doch ähnlicher als Gedacht. „Der Schakalgott wollte aber seinem treuen Diener nicht so stehen lassen, schließlich hatte er den gleichen Gedankengang wie Osiris. So eine Chance einen solchen Menschen zu bekommen, der ihn so stärkte wollte er nicht vergehen lassen.“ Irgendwie wusste Seerah bereits wie es weiter gehen würde. „Lass mich raten er wurde ein Zombie“ Benu verdrehte die Augen „Schau mal mehr Horrorfilme, Zombies sind willenlos und nur auf Fressen auf. Das wäre Anubis nicht wirklich zu Gute gekommen. Was will er mit einem sabbernden immer nur fressenden Zombie. Nein Scherz beiseite“ Sie sprang vom Tresen herunter und blickte ihm direkt in die Augen. „Erothep ist der Begründer meiner Dynastie. Er war der erste Vampir.“
10.9.07 21:41
 


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