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Kapitel 3.6

Die Tasse zersprang und die Splitter landeten mit einem klirren auf dem Boden. Erschrocken über ihnen eigenen Aussetzer krabbelte Benu auf dem Boden herum um alle einzusammeln. Sie war hektisch und nervös. Seerah ging in die Knie und zwang sie ihm in die Augen zu schauen. „Benu warum habt ihr nicht nach Hilfe gebeten“ Tränen kullerten über ihre Wangen. „Weil er .. er hat viele die zu ihm gehören Menschen und Magier. Leute in alle möglichen Positionen über all auf der ganzen Erde. Seerah wir konnten es nicht wagen euch hinein zu ziehen, wo wir doch nicht einmal wussten wer nun auf seiner Seite steht.“ Sie setzte sich mitten in den Scherbenhaufen und weinte, als eine Stimme aus dem Türrahmen erklang. „Zudem hat er gedroht mit jedem mit dem wir sprechen zu töten. Die Gefahr das uns jemand verraten würde und das unser Freunde und Familien beteiligt werden würde war uns zu groß. Erothep weiß wie er die Menschen blenden kann, mit was er sie locken kann. Das dritte Band, das Band von Osiris wir wussten wo es war, besser gesagt wir wissen wo es ist. Im Grunde direkt vor seiner Nase, wir haben versucht es zu bekommen, doch wir sind aufgeflogen. Wieder einmal ….Ich wurde verletzt und Benu wollte uns zu einem Lager von Beduinen bringen die uns in den letzten Monaten schon so manches Mal geholfen haben. Es sind Menschen keine Magier, aber sie stammen auch von der Familie des Dieners ab, sie wussten worum es ging. Das letzte woran ich mich erinnere ist das wir dort ankam und sie versucht haben mit nähten die Blutung zu stoppen.“ Sam half ihrer Freundin auf und manövrierte sie auf einen Stuhl am Esstisch, den sie am Abend zuvor noch als Schutzschild genutzt hatte. „Er.. er hat uns dieses mal gefunden… sie sind alle tot… nur um uns zu schützen“ brachte Benu schluchzend hervor. Seerah blieb auf dem Boden sitzen und lehnte seinen Kopf gegen den Küchenschrank. Sam musste hart schlucken als ihr wirklich bewusst wurde das sie all die lachenden Gesichter dieser Menschen die ihnen geholfen hatten nie mehr wieder sehen würde. Sie hatten nie eine Chance gehabt gegen ihn und doch hatten sie alles getan um gegen ihn aufzubegehren. All die Abende, Nächte und Tage, die sie zusammen verbracht hatten um ihnen ihre Geschichte zu erzählen und ihre Wissen weiter zu geben waren verloren.

„Seerah selbst wenn wir das dritte Band bekommen würden reicht das nicht um ihn wieder zu bannen geschweige den zu töten. Die Götter sind wieder mitten uns und sie müssen eingreifen, den nur die hohe Magie kann das. Im Grunde haben wir nichts, keine Ahnung wie es weiter gehen soll geschweige den an wen wir uns wenden sollen.“ Er nickte aber es war viel zu viel in seinem Kopf wirbelten Bilder von Göttern und Priestern, Magier und Menschen umher. „Wir müssen das dritte Band bekommen um ihn wenigstens einigermaßen in Schach zu halten bis die Götter sich endlich bemühen ihren Dreck aufzuräumen. Uns bleibt keine Wahl wenn er so weiter macht wir er wieder ein Reich aufbauen und ich glaube kaum das wir ihn dann noch stoppen können. Schon jetzt zieht er die politischen Fäden von mindestens drei bis vier Ländern.“

Er musste kurz auflachen, das alles war eine typisch göttliche Schmierenkomödie. „Liebe, Betrug, Verrat und Politik, wenn ich diese Typen nicht selber gesehen hätte würde ich sagen das ihr zwei ganz dringen in das St. Mungus Hospital gehört.“ Er raffte sich auf und nahm den Kehrwisch unter der Spüle hervor. „Nun seit ihr hier und ich habe schon einiges in die Wege geleitet um uns einen gewissen zeitlichen Vorsprung zu verschaffen. Wir werden eine Weile in den Untergrund gehen um Informationen zu sammeln, denn das was ihr mir bisher vorgelegt habt sind, teils Spekulationen, teils Märchen und teils Fakten.“ Sams Magen gab ein lautes brummen von sich, das anzeigte wie hungrig sie war. Seerah stellte drei Teller auf den Tisch und servierte ihnen die unansehnliche, bläulich rauchende Suppe. Der Metamorph war egal was es war, es war etwas zu essen und begann in sich hinein zu schlingen noch während sie weiter zu reden begann. „Du hast gut reden versuch mal solche Informationen zu bekommen ohne das Heerscharren an Gultoks und sonstigem Getier hinter dir her ist. Zudem sind die Informationen von den Papyrusrollen alle ein Rätsel wie zum Beispiel das Gedicht mit dem Anubis anscheinend Erothep zum Vampir machte.“ Benu begann einen Vers zu rezitieren.
„Leben sollst du in Ewigkeit bis das Licht dich davon befreit.
Schatten sind dein Geleit und das Rot wird sein dein Wein.
Einen Pakt geschlossen mit der Dunkelheit wird erst gebrochen,
wenn aufs neue zwei Seelen vereint.“

Seerah blickte auf „Geht nur mir es so oder ist es nicht offensichtlich? Erothep wird von seinem Pakt gelöst wenn er und Hypolite wieder vereint sind. Dafür hat er sich doch erst darauf eingelassen.“ Sam seufzte „Meinst du wir sind noch nicht auf den Trichter gekommen? Aber du kannst mir bestimmt sagen wie wir eine 6000 Jahre alte Mumie, die nebenbei bemerkt verschwunden ist, wieder lebendig machen damit sie in die Arme ihres Geliebten hüpft.“ Man konnte den Sarkasmus förmlich durchschneiden der in der Luft lag. „Was ist mit den Göttern ich meine gut die hohe Magie hat nun nicht wirklich Sprechzeiten wie in einer Praxis und sie scheinen eh alle immer in ihre eigenen Sachen verwickelt zu sein, aber die geht das genauso an. Wenn ich es mir Recht überlege war doch Anubis der Gott der die Seelen in die Waagschale warf um zu sehen ob die Menschen in den Himmel oder in die Hölle mussten.“ Benu machte eine wegwerfende Handbewegung „Anubis...“ nuschelte sie in ihre Suppe“.. wurde für seine Tat bestraft. Osiris hat ihn `verbannt`, wie es in den alten Schriften heißt. Das er uns also hilft können wir auch vergessen, der bräuchte selber erst noch Hilfe.“ Die drei schwiegen sich an und löffelten ihre Suppe weiter. Innerlich seufzte Sam auf, hohe Magie und Götter auch wenn sie sich offenbart hatten so wandelten sie immer noch im Verborgenen. Alle wussten das sie real waren und doch schien ihnen das Versteckspiel und die Geheimniskrämerei immer noch das wichtigste zu sein.
10.9.07 21:43
 


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